Bist du gewandert durch die Welt, auf jedem Weg und Pfade,
schlugst auf in Nord und Süd dein Zelt, an Alp und Meergestade.
Hast du mein Eichsfeld nicht geseh`n mit seinen burggekrönten Höh`n
und kreuzfidelen Sassen, dein Rühmen magst du lassen.

Dort, wo die junge Leine fließt, die Unstrut wallt zu Tale,
der Hülfensberg die Werra grüßt, der Ohmberg seine Hahle,
die Wipper flutet durch die Au, landauf, landab, welch feine Schau
auf Tal und Hügelketten und schmucke Siedelstätten.

Beut` auch die Scholle ihnen Sold oft karg der Müh` dem Schweiße,
nur frischer durch den Adern rollt das Blut bei frohem Fleiße.
Und ist die Welt nicht breit und lang? Hinaus mit Reff und Arbeitsdrang!
Es zollt auch fremder Erde das Gut dem heim´schen Herde.

Dem Herd, an dem in frommer Zucht die treue Gattin waltet,
und Kindern, gleich des Ölbaums Frucht, die Händchen betend faltet;
dem Haus, wo noch der Herrgott gilt, und nicht nur, was den Magen stillt,
wo felsenfester Glaube die Blicke hebt vom Staube.

Eichsfelder mit Frohwanderblut und liederreicher Kehle,
heim, heim steht all dein Herz und Mut, dein Sinn und deine Seele,
heim, wo das Kreuz vom Hügel ragt, und dir von Gottes Liebe sagt:
Schlägt deine letzte Stunde, es sei auf Eichsfelds Grunde.