Die Feierlichkeiten des 50-jährigen Bestehens des Schützenvereins waren kaum zu Ende, da wurden alle wehrpflichtigen Männer zum 2. Weltkrieg eingezogen. Aus Holungen waren es 160 Männer, von denen 36 gefallen sind. Zu ihren Ehren wurde in der Kirche unter dem Turm eine Gedenktafel errichtet. Am Ende des Krieges kam es im Land zu massiven Unruhen. Die Soldaten mussten ihre Stellungen aufgeben. Es wurde zum Teil auf die heimkehrenden Soldaten geschossen.

Im ganzen Land wurden Soldatenräte gebildet, so auch in Holungen. Dies rief jedoch nur Unzufriedenheit bei den Bürgern hervor. Es kam immer öfter zu Unruhen und die Menschen sahen ihr Eigentum in Gefahr. Deswegen wurde am 30. März 1919 in Holungen eine Bürgerwehr gegründet. Diese bestand aus 63 Personen zu jeweils fünf Gruppen und einer Reservetruppe. Die Wehr bekam 61 Gewehre (Modell 98) mit 30 scharfen Patronen und zehn Patronen zum Übungsschießen. Als die Wehr aufgelöst wurde, mußten die Gewehre abgegeben werden.