Die Holunger Kirche

Die Geschichte zur Kirche in Holungen reicht zurück bis in das Mittelalter. Überlieferungen besagen, dass die erste Kirche auf dem Grundstück der heutigen alten Schänke gestanden haben soll. Erst später wurde sie auf ihren heutigen Platz erbaut. Neben dem Turm, der an dieser Stelle schon immer zu finden war und als Wach- und Wehrturm diente. Schäden trug die Kirche im Dreißigjährigen Krieg davon, der Turm blieb erhalten aber die Kirche wurde zerstört und anschließend wieder aufgebaut.
Einen entscheidenden Abschnitt in der Kirchengeschichte nahmen dann die Jahre nach 1890 ein. In diesem Jahr wurde in Holungen der Kirchbauverein gegründet. Unter der Veranlassung des Kaplans Osburg wurde in den folgenden drei Jahren das Gotteshaus um das Querschiff erweitert. Im Zuge dessen wurde auch der Altar aus dem Turm an das Westende der Kirche verlegt. (Dieser ist noch heute dort zu finden. Holungen hat damit eine der seltenen Kirchen bei denen der Altar nach Westen zeigt, ülicherweise zeigt er nach Osten.) Die Erweiterung fand am 20. Juni 1893 mit der Weihung des Gotteshauses durch Weihbischof Dr. August Goebel aus Paderborn ihren Abschluss. Im Oktober des Jahres wurde auch der Friedhof von der Kirche in die Knickstraße verlegt.

Ein Jahr später am 3. Juni 1894 wurde mit dem Bau einer neuen Orgel durch den Orgelbauer Krell aus Duderstadt begonnen. Diese wurde zu Ostern im Jahr 1895 eingeweiht und zwei Jahre später erhielt Holungen durch die Segnung des damalige Pfarrer Kirchner eine neue große Glocke.

Im Juni 1897 schlug ein Blitz in den Kirchturm ein, welcher daraufhin repariert werden musste. Nachdem die Kirchenglocke beim Läuten gesprungen war erhielt Holungen im Herbst des Jahres eine Neue. Größere Reparaturarbeiten gab es auch im September 1905, als der Turmknopf abgenommen und am 16. Oktober wieder aufgesetzt wurde. Im Jahr 1908 erhielt Holungen seine Kirchturmuhr. Im Zuge des Ersten Weltkrieges musste Holungen seine Kirchenglocken abliefern. Erst 1922 bekam das Dorf diese wieder zurück. Eine Glocke hatte die Inschrift „Wiederstanden aus des Weltkrieges Not 1922“.

Von 1919 an bis 1980 wirkten die Hildesheimer Vinzentinerinnen in Holungen. Sie wurden auf verheißen des aus Holungen stammenden Kellaer Pfarrers Franz Iseke (er war ein Bruder von Dr. Hermann Iseke) nach Holungen geholt. Sie übernahmen den St. Johannesstift mit Kindergarten und bauten eine ambulante Krankenpflege auf.

Im Juli 1942 wurden die Glocken aufgrund des Zweiten Weltkrieges erneut eingezogen und erst am 8. Mai 1951 gab es wieder zwei neue Stahlglocken, die zu Pfingsten eingeweiht wurden. Im Jahr 1953 wurde der Kirchturm komplett erneuert, der Treppenaufgang zur Kirche, die Mariensäule auf dem Kirchplatz und der Dreifaltigkeitsbildstock wurden 1954 erbaut.

Weitere wichtige Stationen in der Kirchengeschichte waren der 22. Februar 1964 als der 1. Pfarrgemeinderat gewählt wurde. 1970 wurde das St. Johannesstift umgebaut, 1975 die Kirche renoviert und von 1982 -1984 das Pfarrheim errichtet. 1987 bekam die Turmuhr neue Ziffernblätter.

Die Fußbodenplatten und die gesamt Heizungsanlage der Kirche wurden 1989 erneuert. 1990 war die festliche Einweihung des neuen Kreuzes auf dem Sonnenstein. Ab 1991 wurde die Kirche nochmals umfassend renoviert: der Turm und das Dach wurden neu eingedeckt, die Kirchenmauer erneuert, die Sakristei (wie es anfangs war) zum Altarraum umgebaut und eine neue Sakristei aufgebaut. Der gesamte Innenraum der Kirche wurde neu gestaltet, neue Fenster eingesetzt, das Kirchenportal und die Außenanlage restauriert. Diese wurde im Jahr 2004 durch die Erneuerung der Wege und der Mariengrotte nochmals erneuert.

Im Juli 2007 zum 100. Todestag des berühmtesten Sohns des Dorfes - dem Heimatdichter Dr. Hermann Iseke - wurde ein neues Kreuz auf dem Sonnenstein errichtet. Auch die Orgel wurde in diesem Jahr renoviert.