Franz Iseke

Franz Iseke wurde am 1. Dezember 1872 in Holungen geboren. Hier besuchte er die Volksschule und legte später in Hildesheim das Abitur ab. Anschließend begann er sein Theologiestudium in Paderborn und wurde am 30. März 1895 zum Priester geweiht.

Er arbeitete einige Jahre in den Gemeinden Lengenfeld/Stein und Rengelrode bevor er von 1902-1909 als Vikar in Witterda bei Erfurt tätig war. Bis ins Jahr 1917 wirkte er in Hardmersleben in der Magdeburger Börde und wurde dann vom Paderborner Bischof in die Dominikanerkirche St. Katharinen in Halberstadt berufen. Dort war er als Gemeindepfarrer und Diözesanpräsens der männlichen Jugend der sächsischen Diaspora tätig.

Da er den Theorien und Idealen der Nationalsozialisten  nicht folgte, wuchsen für Franz Iseke die Probleme in der damaligen Zeit. Durch Predigten und der Tätigkeit als Jugendbetreuer in der er die jungen Männer für christliche Dinge überzeugte, war er für seine Gegenspieler ein Dorn im Auge. Dies gipfelte in seiner Verhaftung am 4. August 1937 durch die Geheime Staatspolizei welcher mehrere Hausdurchsuchungen und Verhöre voraus gegangen waren.

Anschließend wurde er aus Halberstadt ausgewiesen und verlebte seine letzten Tage in Bischofferode wo er am 24. Januar 1938 verstarb. Beigesetzt wurde Pfarrer Franz Iseke auf dem Friedhof in seinem Heimatdorf Holungen.


Die Deutsche Bischofskonferenz in Köln widmete Pfarrer Franz Iseke aus Holungen und seinen Leidensgenossen in der Sammlung "Zeugen für Christus. Das deutsche Martyrologium des 20. Jahrhunderts" ihre Aufmerksamkeit und gedachte in dieser Dokumentation den Männern und Frauen die aufgrund ihres christlichen Glaubens in dieser Zeit verfolgt wurden.

Für sehr interessante und aufschlussreiche Hintergründe zum Tod von Pfarrer Franz Iseke und seiner verwandtschaftlichen Beziehung zu den Heimatdichter Hermann Iseke kann man sich an Walburga Iseke in Holungen wenden.