An der westlichen Seite des Sonnensteins befindet sich in halber Höhe, versteckt im Gehölz, die Urbenschanze. Es soll ein Überbleibsel einer Felsenhöhle sein, welche im Laufe der Zeit zerstört wurde. Die Sage erzählt von einem Räuber, dem „bösen Urban", der vor Jahrhunderten in dem undurchdringlichen Gestrüpp des Sonnensteins hauste. Auf seinen Raubzügen ritt er einen Rapphengst, der schnell war wie der Wind. In der Felsenhöhle fand das Pferd einen natürlichen Stall. Häscher fahndeten nach dem Räuber. Durch List und Schlauheit jedoch wusste er seine Verfolger stets zu täuschen. In der Kunst des Hufschlagens nämlich war er Meister. Er schlug seinem Hengst die Eisen verkehrt auf und zwar in so geschickter Weise, dass es dem Pferd in der Schnelligkeit des Laufens nicht den geringsten Abbruch tat. Lag der Räuber in seinem Versteck, so zeigten die Pferdespuren das Gegenteil an. Jahrelang ging alles gut. Zuletzt wurde der Räuber sorglos und ließ ab von seiner List. Er wurde in seinem Versteck überrascht, gebunden und der strafenden Gerechtigkeit überliefert.
Die Urbenschanze führt im Munde des Volkes auch den Namen „Pferdestall".