Der Heimatverein wurde am 10. März 1948 als Laienspielgruppe der Katholischen Jugend gegründet. Nach dem Verbot des Laienspiels durch die SED wurde in Holungen der Dramatische Zirkel des Deutschen Kulturbundes Ortsgruppe Holungen gegründet. Einige Zeit später wurde dieser dann zum Heimatverein „Dr. Hermann Iseke“ umbenannt. In den folgenden Jahren entwickelten die Mitglieder zahlreich Standbeine: 1955 wurde die Tradition des „Bonnsäcke“ – Karnevals wiederbelebt, die Laienspielgruppe trat erstmals vor Publikum auf und andere Mitglieder fanden sich zusammen um Mundart zu pflegen. Beim großen Heimatfest am 8. Juli 1956 - anläßlich des 100. Geburtstages des Dichters Hermann Iseke - wurde der Iseke-Gedenkstein enthüllt, das Sonnensteinkreuz aufgestellt und die Fahne des Heimatvereines geweiht.

In den Sechziger und Siebziger Jahren organisierte der Verein eine Reihe von Veranstaltungen und entwickelte viele Aktivitäten. 1967 begann der Bau der Freilichtbühne, die ein Jahr später zum 20jährigen Bestehens des Vereins von damaligen Pfarrer eingeweiht wurde. Hier fanden regelmäßige Laienspiele statt und zahlreiche Sommer – und Traditionsfeste wurden zelebriert. Zum 25jährigen Bestehen wurde 1973 der Verein als „hervorragendes Volkskunstkollektiv“ ausgezeichnet.

1981 feierten der Heimatverein und die Gemeinde Holungen trotz Repressalien durch die SED-Kreisleitung den 125. Geburtstag Dr. Hermann Isekes. Aus diesem Anlaß bauten die Mitglieder das erste massive Festzelt der Gemeinde und veranstalteten den ersten Mundartabend. Ende der achtziger Jahre führte der Heimatverein Demonstrationen an und protestierte gegen den Kalksteinabbau im Ohmgebirge und der Abtrennung des Bodetals durch die Haldenerweiterung des Kaliwerkes.

Am 18. Februar 1990 durfte der Verein den Titel „Ortsgruppe des Kulturbundes der DDR“ ablegen und per Neugründung wieder zum Heimatverein werden. Im selben Jahr feierten die Heimatfreunde auf ihre Weise die Wiedervereinigung, indem sie den allerersten deutsch-deutschen Wandertag des Eichsfeldes mitinitiierten. Vom 23. bis 26. Juni 1995 veranstaltete der Heimatverein das Eichsfelder Trachtenfest mit zahlreichen Trachtengruppen aus dem ganzen Eichsfeld und einer großen Anzahl von begeisterten Zuschauern. Zum Verein zählen der Karnevalsclub, eine Trachtentanz- und eine Kindertrachtentanzgruppe, eine Mundarttruppe sowie eine Kinderkapelle.

Seit seinem Bestehen hat sich die Aufgabe des Vereins nicht verändert. Nach wie vor geht es den Mitgliedern darum Eichsfelder Traditionen zu erhalten, Mundart und Volkstanz zu pflegen sowie das Andenken der berühmten Söhne Holungens  - des Heimatdichters Dr. Hermann Iseke und Anton Thraen - in Ehre und in Erinnerung zu halten.